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Hallo. Meine Stimmung ist leider etwas gedrückt. Ich habe mich wohl um knapp 3.500€ betrügen lassen und muss das nun wieder gerade biegen. "Biegen" ist eigentlich auch ein super Einstieg in die Thematik. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Honda Hornet, da ich genau dieses Motorrad haben wollte. Fündig bin ich dann bei einem Händler in Hamburg geworden, der mir eine CB600F PC34 mit Erstzulassung 2004 sowie 19.000km für 3.500€ inklusive Drosselung angeboten hat. Bei der Besichtigung erklärte der Händler mir, dass ich gerade ein Um- und Unfallfreies Motorrad besichtigen würde, das mit seinen 10 Jahren top gepflegt sei. Probefahren konnte ich die Maschine nur im Hof, da ja die Drossel fehlte. Dass sie beim ersten Anlassen etwas unruhig lief, ist mir schon aufgefallen, der Händler sagte jedoch zu mir, dies läge daran, dass die Maschine ein wenig gestanden hat und sich die Flüssigkeiten erstmal wieder verteilen müssen. Ich glaubte ihm, da die Maschine auch ohne Choke sofort ansprang. Nun, ich könnte jetzt das Verkaufsgespräch nacherzählen, ich habe keinen Mangel bemerkt, außer den kaputten Blinkern. Also, nach dem Kauf musste ich ungefähr 3 Wochen auf die Drossel warten (meiner Meinung nach schon frech) und dann nochmal eine Woche auf das Kennzeichen. Als ich die Maschine endlich hatte, bin ich, stolz wie Oskar, von Hamburg bis nach Bremen gefahren. Die Maschine lies sich halbwegs gut fahren, mir fiel nur auf, dass ich ein bisschen schwer gelenkt habe, dies schob ich jedoch zunächst auf meine fehlende Erfahrung. Hier bin ich dann gleich zu einer Bekannten mit viel Ahnung, habe ihr erzählt, dass mir der Händler durch die lange Wartezeit eh seltsam vorkommen würde und sie gebeten, mal drüber zu gucken. Nun, das Ergebnis kann sich sehen lassen. - Das Lenkkopflager ist extrem beschädigt / Nicht fahrbar (Fehlende Erfahrung, jaja...) - Der Vergaser sifft (Zylinder 1 & 2 sind undicht / War beim Kauf definitiv nicht am Siffen) - Es hat mindestens einen Umkipper gehabt (Bremspedal leicht schief, Kratzer nicht 100% rausgefeilt / Soziusraste wackelt leicht) - Beim Umfallen wurde offensichtlich auch der gusseiserne Bremshebel beschädigt und danach zurück in Form gebogen (Spinnen die...?) - Die Bremsscheibe hinten ist ungleich zu den forderen abgenutzt, was unter anderem auf Einen Unfall schließen lässt, da wollte sie sich aber nicht festlegen (Die Scheibe hinten sieht nach 50.000km aus, die vorne ca. 4.000km / der Vorderreifen ist deutlich jünger als der Hinterreifen / die Armatur scheint seltsam neu - Das wirft sogar Fragen zum Tachostand auf) - Die Blinker sowie der Kennzeichenhalter haben keine E-Nummer, die Maschine ist jedoch in diesem Zustand vom Händler selbst angemeldet worden - Der bei 18.000km anstehende Service wurde definitiv nicht gemacht, es war nämlich der originale Luftfilter drin - Die Drosselung wurde mehr als laienhaft vorgenommen, der Gasgriff ist nicht richtig montiert, laut der Dame ist sogar ein Gashänger mehr als wahrscheinlich Das sind die Punkte, die ich gerade noch im Kopf habe. Mich verletzt das schon sehr, sie sagte, ich soll die Maschine sofort still legen und den Händler kontaktieren. Das Ding wäre so nicht straßentauglich / lebensgefährlich zu fahren. Der Händler hat mich aber so vom Hof fahren lassen. Mit Teilen ohne Zulassung, also praktisch ohne Versicherungsschutz. Ich habe keine Ahnung, wie die die Mühle durch den TÜV bekommen haben, der wurde 11/13 gemacht, laut Händler haben die den TÜV gemacht, als sie die Maschine für den Verkauf "fertig gemacht haben". Was habe ich jetzt für Rechte und Möglichkeiten? Ich will die Möhre so nicht mehr haben. Selbst wenn das alles repariert wird, dauert das erstens, kostet viel und außerdem würde ich kein Vertrauen mehr in die Maschine selbst finden, ich will ja nicht wissen, was da noch so lauert, was sie bei ihrem einstündigen Schnelltest noch gar nicht gefunden hat. Meine Forderung an den Händler ist im Prinzip: Reibungslose Rücknahme (Ich hab das Motorrad seit Montag), Erstattung aller Kosten bis hin zum Zulassungsservice, eigene Abholung. Sollte er sich weigern, sagte sie, dass ich mir einen Anwalt nehmen sollte, das würde so unter Betrug fallen. Ich möchte mich da jetzt nochmal bestätigen und vielleicht Tips zur Vorgehensweise bekommen. Danke im Voraus Liebe Grüße |
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