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  #1  
Alt 22.04.2013, 07:36
Sozius
 
Registriert seit: 19.03.2012
Beiträge: 3
Standard Tour für Anfänger

Hallo Leute,

ich hab ja letztes Jahr zum Motorradkauf schon einige Tipps von euch bezüglich Motorradkauf bekommen. Naja leider hat sich der Kauf bei mir dann doch um ein Jahr verzögert.

Hab jetzt eine Honda CB1000R mit ABS BJ2011 gekauft.

Im Sommer würde ich gerne eine Solotour machen, einfach rauf aufs Bike und Richtung mehr.

geplant sind 8-10 Tage, Richtung wäre entweder Nordwärts (gestartet von Wien/Niederösterreich) nach Niederlande (Brügge etc...) oder südwärts Richtung Madrid oder Italien nach Neapel bzw Kroatien bis runter nach Dubrovnik.

Könnt Ihr mir vielleicht ein paar Empfehlungen für schöne Strecken (die auch anfängergeeignet sind) mit auf den Weg geben. Und bei welchen Städten auf den Strecken wäre es den Wert anzuhalten, Sightseeing sollte nämlich auch nicht zu kurz kommen!!! Weshalb ich wohl eher 10Tage als 8 unterwegs sein will!! Tipps für Pensionen, Hotels, Campingplätze wären wohl auch hilfreich.


Für Tipps und Empfehlungen und auch ermahnende Worte wäre ich dankbar.

Mir ist bewusst, dass das natürlich für einen Rookie mit wenig Fahrpraxis kein leichtes Unterfangen ist, aber ich möchte einfach rauf aufs Bike und sozusagen der Sonnen entgegen und zumindest für ein paar Tage dem Alltag entfliehen!!
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  #2  
Alt 22.04.2013, 14:57
Benutzerbild von ichdereric
Mittelfranke
 
Registriert seit: 01.04.2013
Beiträge: 2.531
Standard AW: Tour für Anfänger

Wieso, ist doch nichts dabei. Du bist allein, mußt Dich an Niemanden anpassen. Du kannst da anhalten, wo Du möchtest, und dort abbiegen, wo es Dir gefällt. Und das solltest Du auch beherzigen.
Die meisten Leute machen beim ersten Mal den Fehler, jede Sehenswürdigkeit, und jeden Steinhaufen sehen zu müssen. Auch die täglichen Tourenetappen werden oft zu lang gewählt. Dabei vergißt man, daß man sich dabei auch mal verfahren kann. Vorallem in den ersten Tagen im anderen Land, wenn man mit den anderen Verkehrszeichen und - regeln noch nicht vertraut ist, und Einem der "landestypische" Fahrstil evtl. noch Respekt einflößt. Wenn man an einem Tag 500 bis 600 km zurücklegen will, dann verflucht man jeden Kilometer, den man in die falsche Richtung gefahren ist. Und wehe, man muß dann noch vor so und so viel Uhr im Hotel einchecken. Darum, nimm Dir Zeit, fahre auf Landstraßen nicht mehr, wie 200 bis maximal 400 Kilometer am Tag. Wenn Du dann doch schon am Nachmittag an Deinem Ziel bist, kannst Du ja dort die Gegend erkunden. Und plane auch mal einen Regentag ein, an dem man halt dann mal die Seele baumeln läßt, oder auch auf eine gefahrlosere Strecke ausweicht. Ich würde z. B. bei Dauerregen keine Päße fahren, sondern lieber durch einen Tunnel, oder auf eine Schnellstraße ausweichen. Besonders im südlichem Ausland liegt oft Öl auf Landstraßen, und das siehst Du dann bei nasser Fahrbahn erst, wenn Du Dein Motorrad wieder aufhebst.
Egal, wo Du hin fährst, erkundige Dich über Dein jeweiliges Urlaubsland, was Du Rechtliches beachten mußt, z. B. auf der ADAC-Seite.
Noch wichtig: Meide Großstädte. Meistens findest Du nur ein teueres Parkhaus (schnell mal 16 Euro pro Stunde). Ansonsten wird das Parken mit Bike richtig teuer, wenn es verbotswidrig abgestellt ist. Fahre mit die Öffentlichen zur Stadterkundung. Ist auch viel entspannter, ohne Kombi und Helm bei 30 Grad z.B. eine Burg zu erkunden.
Bedenke bitte, daß Du beim Camping mehr Gepäck hast (also mußt Du das auch auf dem Motorrad unterbringen), und daß Du bei schlechten Wetter auch schnell davon die Schnauze voll hast. Entweder Du bist eingefleischter Campingfan, der sich an einer minimalistischen Ausstattung erfreut, oder laß es.
Bei Tipps für Anfängertouren wäre ich vorsichtig, da hier Niemand Dich und Dein Fahrkönnen kennt. Generell würde ich Päße mit engen Kehren meiden, wenn Du das noch nicht drauf hast. Dein Motorrad verhält sich mit Gepäck auch anders. Vielleicht hast Du ja mal die Möglichkeit, eine Runde damit zu drehen, bevor Du fort fährst.
Tankstellen sind im Ausland oft weiter auseinander. Also immer auf ´nen vollen Tank achten. Daß Reifen, Kettenspray, und so ein Zeugs in einer kleinen Dorfschrauber-Werkstatt in der Toscana teurer sind, als wie Du es vielleicht gewohnt bist, dürfte klar sein. Also ausreichend vorsorgen. Denk bitte daran, daß Du auch evtl. die Kette spannen mußt. Das Spielzeug aus dem Bordwerkzeug taugt dafür nichts. Also mitnehmen. Früher hat man ja immer eine Menge Ersatzteile mitgeschleppt. Aber das kannst Du Dir sparen. Neue Maschinen kommen ohne das aus.
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  #3  
Alt 01.05.2013, 19:17
Benutzerbild von chaosteam
Fahrerin
 
Registriert seit: 30.03.2013
Ort: Waldaubach
Motorrad: BMW R 100 GS Gespann + R850R
Beiträge: 24
Standard AW: Tour für Anfänger

Zitat:
Zitat von Momo86 Beitrag anzeigen

geplant sind 8-10 Tage, Richtung wäre entweder Nordwärts (gestartet von Wien/Niederösterreich) nach Niederlande (Brügge etc...) oder südwärts Richtung Madrid oder Italien nach Neapel bzw Kroatien bis runter nach Dubrovnik.

Für Tipps und Empfehlungen und auch ermahnende Worte wäre ich dankbar.

Mir ist bewusst, dass das natürlich für einen Rookie mit wenig Fahrpraxis kein leichtes Unterfangen ist, aber ich möchte einfach rauf aufs Bike und sozusagen der Sonnen entgegen und zumindest für ein paar Tage dem Alltag entfliehen!!
Als ich mit dem Motorradfahren anfing bin ich oft alleine unterwegs gewesen - mit den Mopedfahrern ist das wie mit Ärzten - frage 10 und bekomme 20 Meinungen.
Schön ist es, wenn man nach den eigenen Möglichkeiten losfahren kann und sich Zeit nimmt zu lernen, was man sich zutrauen kann und Übung macht nicht nur Meister, sie bringt auch das nötige Selbstvertrauen und das mit jeder gemeisterten neuen Situation wächst.
Wenn du der Sonne entgegenfahren möchtest würde ich wohl von Niederösterreich aus eher in Richtung Süden fahren. Richtung Norden kannst du da schon schwer Pech haben und bei 8 bis 10 Tagen hättest du bis Brügge oder Niederlande sehr viel Autobahn um dann meist auf gerader Strecke unterwegs zu sein, mit der Chance das die meiste Zeit verregnet ist.
Kroatien fand ich eine gute Idee. Das ist nicht so weit, es gibt jede Menge zu sehen, das Klima ist berechenbarer als im Norden. Jede Menge richtig schöne Städte am Meer und Strecken für jeden Geschmack.
Nun ist es allerdings 8 Jahre her, das ich dort war und dann auch immer in Vor- oder Nachsaison, so dass es kein Problem mit erschwinglichen Unterkünften gab. Die Städte waren eher verschlafen und man braucht nicht unbedingt Stau und Stress, wenn man gerade dabei ist, sich mit seinem Motorrad vertraut zu machen.
Wir sind damals erst durch Istrien und dann eine Weile an der Küste entlang bis uns kurvenreiche Wege übers Gebirge ins Landesinnere gelockt haben - nach Plitvice ( Naturschutzgebiet - mit eindrucksvollen Wasserfällen ). Es gab überall Ferienwohnungen und Zimmer und nicht zu teuer.
Gut ist, anhalten zu können wenn man genug hat, aber auch ein bißchen Herausforderung sollte dabei sein, weil vom Autobahnfahren lernt man nicht wirklich viel.
__________________
K + K Chaosteam
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