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Alt 17.06.2017, 10:06
Fahranfänger
 
Registriert seit: 17.06.2017
Beiträge: 42
Standard Sabbatical für eine (halbe) Weltreise mit Motorrad

Hallo

ich habe mich hier angemeldet um mal eine kurze Einschätzung zu bekommen, da ich leider einiges an "Vorbereitung" benötige für mein Vorhaben.

Ich habe letzte Woche meinen offenen A Führerschein bestanden und möchte auf lange Touren Ich habe schon Scooter-Erfahrung im Ausland (v.A. Asien) und vermisse das Rumcruisen da sehr wenn ich in Deutschland bin.

Ich beantrage bald ein Sabbatjahr und wie es aussieht krieg ich das auch bewilligt (hatte der Arbeitgeber mal durchblicken lassen), das heißt ich würde ab 2020 (leider erst) für 3 Jahre mit 75% Gehalt arbeiten und dann 1 Jahr Auszeit nehmen (mit weiterhin 75% Gehalt).

Warum erst 2020? Einfach weil ich momentan noch 1 Jahr Buffer brauche für 2 Urlaube die bereits geplant sind und ich mir 2019 dann ein Motorrad kaufen wollte (2018 ist's zu früh weil es wird kaum genutzt, außer im Alltag/WE).

2019 weil ich vor Beginn der "Sparphase" den Motorradkredit weghaben will (bzw. bis dahin vllt. Bar kaufen), weil 75% des Gehaltes wirklich was ausmachen.
Das heist 2020 bis 2023 "sparen" und 2024 dann auf eine sehr sehr sehr lange Tour.

Ich wollte nur mal Nachfragen ob das so Sinn macht bzw. ob man die Tour so schaffen kann:

Etappe 1:
Quer durch Deutschland nach Hamburg dann weiter nach Kopenhagen dann über Stockholm nach Oslo. Im Anschluss die Küste in Norwegen hoch zum Nordkap (Sprichwort Polarlichter) und von dort durch Finnland wieder runter nach Helsinki. Letztes Step dann von Helsinki nach Moskau.
Geplante Reisedauer: 1 Monat, 6134KM (204KM pro Tag oder 408 alle 2 Tage)

Etappe 2:
Von Moskau über Georgien und Aserbaidschan in den Iran (Ziel: Teheran), von hier dann eine Rundreise durch den Iran.
Geplante Reisedauer: 1,5 Monate, 3286KM bis nach Teheran + Rundreise

Etappe 3:
Von Teheran nach Asgabat (Turkmenistan), dann weiter über Turkmenistan nach Astana (Kasachstan) und von hier dann weiter nach Almaty und schließlich weiter nach Ürümqi (China). Google Maps wirft hier leider keine Route aus, aber das dürften an die 6000km sein
Geplante Reisedauer: 1,5 Monate

Etappe 4:
Von Ürümqi weiter nach Peking
Geplante Reisedauer: 1 Monat, 3186KM

Etappe 5:
Von Peking nach Shanghai und von hier nach Fouzou um mit der Fähre nach Taiwan überzusetzen. Anschließend eine Rundreise in Taiwan (war heir schon 2x, geiles Land <3)
Geplante Reisedauer: 2 Monate, 2000 KM + Taiwan Rundreise

Etappe 6:
Zurück aufs Mainland China und an der Südküste weiter Richtung Hongkong und Macao. Ab hier wäre es (noch) ungewiss, in China bleiben, Sprachkurs besuchen etc. pp.
Geplante Reisedauer: 3 Monate, KM ungewiss

Gesamt: 10 Monate, 20606KM (Pure Reisestrecken)

Da hätte ich noch einen Buffer von 1,5 - 2 Monate.

Zurück geht's übrigens per Flug. Entweder wird das Motorrad verschifft oder verkauft.

Finanziell hätte ich gute 2000€ Gehalt abzüglich ca. 300€ Fixkosten (Versicherungen), Krankenversicherung mit eingeschlossen.

Also 1700€ / Monat, das reicht mit Sicherheit nicht, da ich aber mein Auto vorher verkaufen würde, meine Wohnung aufgeben würde etc. hätte ich mit Sicherheit noch einen Batzen Geld als zusätzliches Kapital, so ca. 5000-10000€ sollten das werden, was mein monatliches Budget auf 2200 - 2700€ anhebt.
Da ich nach dem Sabbatical mit vollem Gehalt zurückkehre könnte ich mir auch einen Kredit mit Rückzahlungsbeginn im Folgejahr vorstellen (trotz der Nachteile durch die Verzinsung), sollte als Beamter drin sein.

Meint ihr das ist Utopie? Ich frage das halt jetzt schon weil ich entsprechend vorsorgen muss. Ist zwar echt noch früh aber naja

Als Motorrad wird's dann übrigens eine gebrauchte Kawasaki Versys 650 oder Suzuki Strom oder sonstiges in der Preis- und Leistungsklasse.

Meint ihr das ist zu ambitioniert in einem Jahr?
Durch Skandinavien würde ich "durchhetzen", will nur die Landschaften mitnehmen und mal Nordlichter sehen, der Weg ist das Ziel, die Städte interessieren mich nicht. Russland reizt mich auch nicht, Iran sollte aber mehr Zeit drin sein, finde ich interessant (Sicherheitslage für deutsche?).

Fokus liegt ganz klar auf China, weil ich derzeitig schon chinesisch lerne und mal in 10-15 Jahre dorthin auswandern will (Taiwan).

Fahrpraxis würde ich mir dann von 2019-2023 aneignen natürlich! Sprichwort Wochenendtouren und 2-3 Wöchige Touren anstatt Fernreisen (wovon ich i.d.r. 2 mache pro Jahr)

Geändert von Skyy224 (17.06.2017 um 10:08 Uhr).
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