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  #1  
Alt 08.05.2013, 18:54
Sozius
 
Registriert seit: 08.05.2013
Ort: New York
Beiträge: 3
Standard Kalifornien Tour

Hallo zusammen!
Ich plane momentan vom 16ten bis zum 21ten Juni einen Trip durch Kalifornien auf einer BMW R 1200 GS, also 5 Übernachtungen. Startpunkt und Ende ist LAX (LA Airport). Grob gesagt möchte ich von LA aus bis nach Santa Cruz fahren und dann nach Osten ausscheren Richtung Yosemite National Park und wieder zurück.

Nun zu den eigentlichen Fragen. Da ich nicht wirklich ein sehr erfahrener Fahrer bin wollte ich mal allgemein die Frage stellen, wie viel Kilometer kann ich denn am Tag mit dieser Maschine ungefähr zurücklegen? Ich habe letzten Monat bereits einen Trip von San Diego bis zu den Malibu Canyons über 3 Nächte bestritten, allerdings muss ich sagen, auf einer Harley Davidson Sportster 1200 tut einem irgendwann wirklich alles dermaßen weh dass man fast vom Motorrad fällt. Mehr als 200 Meilen waren kaum drin..

Die Fahrt durch die Rushhour von LA war der blanke Horror. Beinahe Crash wie ein Auto im Stau die Spur gewechselt hat und anschließend Tankstopp in nicht gerade der besten Gegend von LA (um mich herum nur Hispanics von Kopf bis Fuß tätowiert in Muscle Shirt) mit anschließender Eskorte durch die Polizei da die mich freundlicherweise an der Ampel nach dem Tanken darauf hingewiesen hat, ich sei nicht wirklich gerade in dem richtigen Viertel gelandet. Ich hatte anfangs den Weg zum Highway nicht mehr zurück gefunden Gott sei Dank spare ich mir LA diesmal, von Santa Monica ist man sofort raus aus dem Moloch. Naja aber insgesamt war`s trotzdem ein toller Trip!

Zurück zum Thema, ist diese Tour in diesem Zeitraum überhaupt zu schaffen und wenn ja, welche Straßen würdet ihr ungefähr wählen? Route 1 ist Pflicht, klar. Aber dann Richtung Yosemite Park z.B. Könnte mir jemand vlt. Hostels/Motels oder Loges empfehlen auf der Tour bzw. ist es wirklich so dass man im Yosemite lange im Voraus buchen muss?
Und wo sollte ich unbedingt halten bzw. welche Straßen haltet ihr für ein must-do? Vielen Dank schonmal!

Ps. Gibt es denn im Internet ein gutes Tool wo man Routen planen kann? Außer Google-Maps oder ist das diesbezüglich immernoch das beste

Geändert von Duststorm (08.05.2013 um 19:05 Uhr).
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  #2  
Alt 10.05.2013, 07:44
Benutzerbild von k2732004
Motorrad Schrauber
 
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Ort: Stuttgart
Motorrad: Kawasaki VN 800A Classic
Beiträge: 118
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Standard AW: Kalifornien Tour

Das so ein Trip kein Honig Lecken ist, kein sonntags Fahrt darstellt müsste dir klar sein. Egal aber du kannst am Tag so in etwa 350 bis 400 Km schon fahren. Bei angeboten Touren, der 66 Route ist, das durchschnitt. Dafür bist aber auch dann 12 -14 Std. am Tag unterwegs.
Bei angeboten Touren fährt ein Lupensammler mit, (Ersatz Fahrzeug) denn wenn du nicht mehr kannst. Dich bis zum Tagesziel mitnimmt. Ja und am nächsten Tag musst wieder selbst fahren.

Das geht so 14 Tage, man gewöhnt sich dran das lange Sitzen der Staub, aber noch hat es jeder überstanden.

Ich kenne einige „Verrückte“ die fahren um 7 Uhr hier los, weil sie um 17 Uhr die letzte Fähre für Sardinen erreichen wollen und müssen. Sonst ist es ein verlorener Tag.
Allein in der USA Motorrad fahren würde ich nicht tun. Immer nur mit andern zusammen und mit Leuten, die den Weg die Strecke Land und Leute kennen. Und nie mit der eignen Maschine rüber gehen. Außer Harley Davidson gibt es auch andere Motorräder, die man mieten kann.

Nein ich kann dir keine Empfehlung für Motels und Stecken geben. Und du kannst nicht immer davon ausgehen das Du freundliche Cops triffst die dir helfen den Weg zu finden.

Ich hab mein Trip von hier ausgebucht, hab hier und drüber ein Ansprechpartner, bin versichert für Unfall Diebstahl und im Krankheitsfall.
Und ich werde ja selbst sehen, und spüren, was es heißt „grenzenlos frei zu sein auf dem Motorrad „ und spüren ob meine Knochen noch mitmachen.

Ich wünsche dir gute Fahrt und mögest du gesund und munter zurückkommen.
__________________

Leidenschaft ist Freiheit,

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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  #3  
Alt 12.05.2013, 09:22
Benutzerbild von Azemiops
Kalahari Squid
 
Registriert seit: 22.02.2012
Ort: Nahe Dallas, USA
Motorrad: KTM 1190R & 690R, Triumph 675
Beiträge: 88
Standard AW: Kalifornien Tour

Hallo Duststorm!

Deine geplante Tour hört sich gut an, und wird sicherlich einiges an landschaftlichen Eindrücken zu bieten haben. Da dies' dein erstes Posting war, und man nur teilweise ein wenig über deinen Erfahrungsgrad mit Motorrädern geboten bekommt, wäre es vielleicht keine schlechte Idee, wenn du dich im "Das bin ich, das ist mein Motorrad"-Forum entsprechend vorstellen würdest. Das würde es einem auch wesentlich einfacher machen, konkret auf deine Fragen einzugehen.

Vorweg muss ich eingestehen, dass obwohl mir Kalifornien sehr gut gefällt, die Westküste eigentlich nicht so mein Revier ist, und ich dir daher eher allgemeine Vorschläge nahelegen möchte. Der schnellste (und teilweise auch langweiligste) Weg würde eine Strecke von knapp 1400 km beinhalten: ca. 570 km von LAX nach Santa Cruz, 320 km von Santa Cruz zum Yosemite NP, und dann nochmal 500 km vom Yosemite NP zurück nach LAX. Je nach individuellem Sitzfleisch sind das alles sehr gut machbare Etappen, vorrausgesetzt du hast die entsprechende Erfahrung, um mit örtlichen "Planänderungen" entsprechend umzugehen.

Für spezielle Routenvorschlaege wuerde ich mich an die regionalen Foren wenden (Bay Area Riders Forum, zum Beispiel), da dort mit Sicherheit die besten Informationen und Vorschläge zu holen sind. Einfach mal von der Hüfte geschossen würde ich natuerlich die von dir bereits erwähnte CA-1 an der Küste entlang nehmen, dann per California-154 am Lake Cachuma vorbei und via CA-1/US-101 bis nach Santa Cruz. Mit Pausen hast du dann einen guten Tagesritt (7-8 Stunden Reisezeit, je nach Pausenlänge) hinter dir.

Zum Uebernachten gibt es natürlich Hotels bis zum Umfallen, aber meine persönliche Präferenz gilt dem Zelten in den (State und National) Parks. In der Gegend von Santa Cruz hast gleich eine ganze Reihe von State Parks zur Auswahl: The Forest of Nisene Marks, Wilder Ranch, Henry Cowell, Uvas Canyon, Mount Madonna, Fremont Peak, etc. Nach ein bisschen Recherchen wirst du bestimmt einen finden, der dir gefällt. Ich halte es im übrigen immer für angebracht, einen Backup-Plan zu haben, für den Fall dass deine geplante Unterkunftsstelle geschlossen oder voll ist, oder aus irgenteinem Grund einfach nicht zur Verfügung steht.

Nahe des Yosemite NP wird es so einiges an guten Motorradstrecken geben, daher könntest du dort auch wohl einen weiteren Tag verbringen, und dort die örtlichen Twisties erkunden. Wie alle NPs bietet auch Yosemite die Möglichkeit an, dort zu Zelten. Bei National Parks muss man nur berücksichtigen, dass diese zu bestimmten Jahreszeiten sehr voll sein können (besonders die Flagschiffe, wie Yosemite), und dass eine Reservierung eventuell keine schlechte Idee sein könnte. Ein kurzer Anruf dort dürfte einen schlau machen. Bei den meisten US-NPs ist lodging allerdings kein wirkliches Problem, da es fast immer genügend Zeltplätze und Hotels auch ausserhalb des Parks selbst gibt.

Die Fahrt vom Yosemite NP zurück zu LAX wird wahrscheinlich etwas eintönig sein, es sei denn, du teilst sie auf zwei Tage ein, und fährst die entsprechenden Umwege. Ansonsten wäre vielleicht die nördliche Route via US-395 eine Ueberlegung wert. Google Maps ist wahrscheinlich das beste Online-Tool, um deine Route zu planen. Ich erstelle normalerweise einen separaten Itinerary für jeden Tag, der u.a. auch Alternativrouten enthalten kann. Eine aktuelle Karte solltest du natürlich dabei haben (am besten sichtbar am Tankbag plaziert), und ein GPS kann dich zur Sicherheit dann selbst aus Compton relativ fix wieder auf die Reiseroute bringen. Ich persönlich meide die grossen Metropolen beim Touren, da der Fun-Faktor dort normalerweise doch sehr beschränkt ist.

Von der persönlichen Sicherheit her halte ich die USA immer noch für relativ sicher. Common sense wins. Wenn man der Typ ist, der gerne in den Metropolen herumzieht, und dann bei Mondlicht gerne in dunklen Gassen das Grafitti bestaunt, der wird seine Zeit sicherlich recht abenteuerlich verbringen. Eine bestimmte Menge an Fingerspitzengefühl und Wahrnehmungsvermögen braucht man allerdings auf der ganzen Welt, inklusive Deutschland. Wer also relativ problemlos durch Europa touren kann, wird auch in den USA normalerweise keine Schwierigkeiten haben. Auch alleine zu fahren halte ich nicht für besonders riskant, solange man nicht die eben angesprochenen Charakterzüge besitzt. Da du als Ort New York angegeben hast, nehme ich an, dass dir all das bekannt ist, und du mit Land und Leuten einigermassen vertraut bist.

Was die Maschine betrifft, ist die 1200GS eine sehr gute Wahl. Die Ergonomie ist für das Touren auch wesentlich besser als die eines HD Sportster. Diese Maschinen sind allerdings auch etwas hochliegend (besonders im Vergleich zu einer HD), was für unerfahrene Fahrer schon gewöhnungsbedürftig sein kann, was auch fuer die 110 PS (im Vergleich zu den 67.7 des Sportster 1200) gilt.
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  #4  
Alt 28.05.2013, 06:22
Sozius
 
Registriert seit: 25.05.2011
Beiträge: 4
Standard AW: Kalifornien Tour

Ich glaub dass ist jedes Bikers Traum so eine Tour irgendwann oder? Mir gehts halt so ;-)

LG
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  #5  
Alt 07.06.2013, 23:18
Sozius
 
Registriert seit: 08.05.2013
Ort: New York
Beiträge: 3
Standard AW: Kalifornien Tour

Azemiops, vielen Dank für deine ausführliche Antwort und sorry für das ich mich erst so spät melde, die Arbeit hat mich hier in New York noch ziemlich eingespannt.
Ich habe die ganze Tour nochmal ausführlich überdacht und habe mich nun auf folgende Stops beschränkt:
15/16: Santa Monica, LA
16/17: Pismo Beach
17/18: Santa Cruz
18/19: San Fran
19/20: San Fran
20/ 21: Santa Barbara
21/22: Santa Monica, LA
23.06: Munich
Yosemite werde ich bei diesem Trip wohl einfach nicht schaffen. Ich bin kein wirklich erfahrener Fahrer und da ich auch zudem alleine Unterwegs bin, will und kann ich mir auch z.B. kein Tagestrip von Yosemite bis nach LA zumuten. Der Highway der über x kilometer nur gerade aus geht, das ist mir einfach zu Riskant muss ich ganz offen und ehrlich zugeben. Auch Kleidungsmäßig hab ich wohl nicht das passende dafür da ich mich hier nicht komplett mit einer Motorradkleidung ausrüsten kann. Ich habe mir einen gebrauchten Vollvisierhelm sowie Handschuhe gekauft aber sonst trage ich meine Bellstaff-Lederjacke und Jeans. Vlt kommen noch Motorradschuhe hinzu. Ich war gerade im Ducati Store und wollte mir einen Nierengurt kaufen, die Jungs haben mich angeschaut wie ein U-Boot und haben leider nichts da...... Kein Plan wie ich sowas noch auftreibe, vlt. Craigslist.... oder in einem Scooter-Geschäft.
Ich denke das so wie ich jetzt geplant habe, bin ich auf der sicheren Seite. Hotels/Motels habe ich bereits auf Priceline gebucht und wenn ich ne nette Surferin in Santa Cruz oder Pismo Beach kennenlerne, ist das auch nicht verkehrt Mit meinen 25 Jahren hatte ich da noch nie große Probleme
Bilder werden auf jeden Fall folgen! Wenn jemand Must-See`s entlang der Route 1 kennt, nur her damit. Ich sammle bereits alle Ideen die ich auf Facebook bekomme und wenn hier noch was kommt, würde ich mich auch freuen.
Grüße aus dem verregneten New York!
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  #6  
Alt 08.06.2013, 12:21
Benutzerbild von uwanbe
Scout
 
Registriert seit: 07.01.2011
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Motorrad: Suzuki Volusia 800
Beiträge: 961
Standard AW: Kalifornien Tour

Hey Duststorm,
mit dem Bike bin ich noch nicht in Kalifornien gewesen, ist aber auf der Wunschliste. Meine Frau und ich sind ´94 den Highway Nr. 1 vom Yosemite Nationalpark über San Francisco kommend gefahren, nur mit einem Wohnmobil eben. War sehr schön die rund 4000 km Tour von LA aus. Dabei haben wir den 17 Mile Drive bei Monterey mitgenommen. Kann ich dir nur empfehlen.
Gruß Uwe
__________________
Gruß Uwe
"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen."
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  #7  
Alt 10.06.2013, 17:26
Sozius
 
Registriert seit: 08.05.2013
Ort: New York
Beiträge: 3
Standard AW: Kalifornien Tour

ich hät da mal ne blöde frage nebenbei da ich kürzlich die BMW hier in New York ums Eck hab stehen sehen. Das Teil ist ja wirklich groß, ich hab ne Körpergröße von 1,85 aber ich frag mich ernsthaft wie ich damit überhaupt die Füße auf den Boden bekommen soll! oder geht die gut in die Knie wenn ich mich draufsetze
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